Heumess-Sonde

Pfarrkirchen. Die Heumess-Sonde dient schon wie der Name verrät zum Heustockmessen.

Einsatzgebiet

Schon früher führten Brände durch Heuselbstentzündung zu großen Schäden. Speziell dann, wenn Heu eingebracht worden ist. Darum sollte frisch Eingebrachte Heuernte laufend überwacht werden. Ein scharfer siloähnlicher Geruch ist ein dringendes Warnsignal. 

Um Landwirten bei der Beobachtung der jeweiligen Heustöcke helfen zu können, hat die Feuerwehr eine Heumess-Sonde im Pfarrkirchner Feuerwehrhaus gelagert. Sollte bei den Messungen eine erhöhte Temperatur festgestellt werden und erreicht einen kritischen Punkt (70°C). Wird zur Sicherheit eine Löschleitung aufgebaut und die Heuwehr angefordert.

Diese Heuwehren sind Stützpunktfahrzeuge, wobei sich unseres bei der Feuerwehr Mossgraben befindet. Bei Anforderung kommt dieses Fahrzeug mit Speziallanzen und Lüftungsgeräte damit die Temperatur herabgesetzt werden kann. Ist dies nicht mehr möglich muss der Heustock kontrolliert abgetragen werden.

Fotos

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Temperaturbereiche im Heustock
Normal unter 45°C
Gefahr 45 bis 60°C
alle 5h messen (FF informieren) 60 bis 70°C
Feuerwehr rufen über 70°C

 

Heißen Heustock nicht selbst abtragen!

Bei Temperaturen von 60 bis 70°C ist alle fünf Stunden der Heustock zu messen. Ab 70°C muss die Feuerwehr gerufen werden. Keinesfalls darf der Heustock selbst abgetragen werden. Die Verbindung von Sauerstoff und Hitze führt unweigerlich zum Brand. Hier sofort 122 anrufen.

Die Kontrolle der Heutemperatur (auch von Quadarbällen) ist im OÖ Feuer- und Gefahrenpolizeigesetz §2 Abs.6 verankert. Diese Kontrolle ist drei Monate verpflichtend.