Neue Motorspritze wird eingeweiht

In den Zwischenkriegsjahren wurden neue Männer und Jugendliche ausgebildet. Die Motorisierung nahm ihren Anfang, Autos und die ersten Zugmaschinen und Traktore kamen auf den Markt.

In Pfarrkirchen wurde die erste Motorspritze am 19. April 1923 aus Anlass der Florianimesse eingeweiht. Um die Schlagkraft der Feuerwehr höher halten zu können, ersuchten die Kameraden die Gemeinde, die alte Feuerspritze ebenfalls im Feuerwehrdienst zu belassen. Dies lehnte die Gemeindevertretung mit dem Hinweis einer leeren Gemeindekassa ab und führte den Verkauf durch, um das eigene Salär aufzubessern.

Der Transport von Mannschaft und Geräten zum Einsatzort hatte sich jedoch noch nicht verbessert. Pferdegespanne blieben auch weiterhin das einzige Zugmittel. Die Helfer erreichten die Brandplätze ebenfalls mit Pferdegespannen oder mit dem Fahrrad, reitend und zu Fuß.

Oft war bis zum Eintreffen der Mannschaften bereits ein Großteil der Brandstelle vernichtet, wodurch sich die Aufgaben zum Teil auf das Schützen der Nachbarobjekte beschränkten. Diese missliche Situation änderte sich bis zum Jahre 1949 nicht, als der erste motorbetriebene Rüstwagen angeschafft wurde.


Hinweis

Dieser Bericht erschien in der Festschrift "100 Jahre FF Pfarrkirchen" (1994). Ing. Robert Hiesmayr jun. hat diese Berichte in aus den Archiven hervorgesucht und mit Erzählungen der Kameraden Franz Waglhuber sen (+2004) und Johann Mayrbäurl (+2002) ergänzt. Vielen Dank dafür!