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Florianisonntag mit Wortgottesdienst und Frühschoppen

Am 4. Mai feierten wir wie jedes Jahr den Namenstag unseres Schutzpatrones, des Hl. Florian. Gemeinsam mit der Musikkapelle marschierten wir mit der Musikkapelle zur Pfarrkirche. Dort feierten wir einen sehr stimmungsvollen Wortgottesdienst, der von Elisabeth Seidlmann und Markus Irnberger gemeinsam mit den Feuerwehrkameraden gestaltet wurde.

Fotos vom Einmarsch und vom Wortgottesdienst

Drei Jugendliche brachten bei der Lesung ein Zwiegespräch über den Hl. Florian vor:

A: Gestatten, dass ich mich vorstelle: mein Name ist Florian.
B: Welch ein Zufall - ich heiße auch Florian. - Florian Großlangheim.
A: Ich bin Florian von Lorch - das ist in Österreich.
B: Meine Typenbezeichnung ist LF 16/12. - Mein Rufname: 40/1
A: Typenbezeichnung ? ... Was bin ich für ein Typ - naja: ein Heiliger! ... Einen Rufnamen habe ich eigentlich nicht. ...Aber ich wurde schon oft gerufen, zum Beispiel wenn die Leute Angst vor dem Feuer hatten.
B: Ah - dann bist du auch bei der Feuerwehr - so wie ich?
A: Na ja - irgendwie schon. - Ich bin der Patron der Feuerwehr.
B: Ich bin ein modernes Fahrzeug ...
A: Ich bin schon ein wenig älter. - Aber es gab eine Zeit, da habe ich mich auch für ganz wichtig gehalten. - Bis ich dann merkte, dass es auf etwas ganz anderes ankommt.
B: Auf die Ausrüstung kommt es an - ich bin für alle Fälle gerüstet - immer einsatzbereit - ganz egal was kommt...
C: Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke.
B: Wer hat da gesprochen ... wer mischt sich da ein.
A: Das war Paulus - sozusagen ein Kollege von mir. - Der wollte dir sagen, dass es nicht deine tolle Ausrüstung ist, die am Ende dafür sorgt, dass den Menschen geholfen wird.
B: So ein Quatsch: Ich kann mit meinem Lichtmast die Nacht zum Tag machen - ich habe mein eigenes Wasser zum Löschen dabei - mit meiner Schere und mit meinem Spreizer und mit meiner Schere befreie ich die Unfallopfer...
C: Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts.
A: Hast du's gehört - es gibt etwas, das ist wichtiger als all deine PS, deine Hydraulik und das Volumen deines Wassertanks.
B: Du meinst die Menschen, die mit mir unterwegs sind und meine Gerate bedienen? - Natürlich brauch ich die und ihren Einsatz. - Aber ohne mich ständen die doch oft mit leeren Händen da.
C: Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte, und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe, hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts.
A: Hör doch mal richtig zu! - Voller Einsatz ist notwendig, keine Frage. - Aber es braucht noch ein bisschen mehr!
B: Meinst du vielleicht das Gefühl, wenn man mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs ist und alle den Weg frei machen. - Da merke ich immer, wie wichtig ich bin.
C: Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf,
A: Ich glaube du bist von deinem lauten Martinshorn selber schon ein bisschen taub geworden. - Damit du und deine Menschen, die mit dir fahren wirklich gerne helfen können, müssen sie es von ganzen Herzen wollen. - Nicht, weil sie dann toll da stehen können, sondern weil sie aus Sorge um den Nächsten helfen wollen.
B: Erzählt dein Paulus deswegen dauernd etwas von der Liebe. - Das ist aber gefährlich! - So eine Liebe kann auch enttäuscht oder ausgenützt werden.
C: Die Liebe handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach.
Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit. - Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand.
A: Das Risiko musst du eingehen. - Dafür gibt es keinen Schutzanzug - und auch keine Ratschläge in den Unfallverhütungsvorschriften. - Entweder du machst es aus Leidenschaft für die Menschen - oder dein Frust ist vorprogrammiert. - Da hilft dann auch kein Lichtmast, kein Wassertank und kein Spreizer mehr.
B: Und woher soll diese Leidenschaft kommen?
A: Bei mir kam sie von diesem Jesus aus Nazareth. - Weil mir die Freundschaft mit ihm so wichtig war, war ich sogar zu sterben. - Die Verbundenheit mit ihm hat mir die dazu Kraft gegeben. - Aber das soll er dir vielleicht selbst sagen in seinem Evangelium - im Bild vom Weinstock und den Rebzweigen.

Gedenkfeier

Ein besonderer Teil war dabei die Gedenkfeier an unsere verstorbenen Kameraden. Ganz besonders gedachten wir dabei an die bei beiden jungen Kamerden, die vor genau 20 Jahren so unerwartet aus unserer Mitte gerissen wurden: Johannes Stelzer und Markus Strohmayr. Als Andenken haben wir einige Fotos der 64er Bewerbsgruppe zusammengetragen.

Im Anschluss an den Wortgottesdienst marschierten wir zum Feuerwehrhaus, wo der traditionelle Frühschoppen stattfand.

Fotos vom Frühschoppen

Ehrungen

Dabei wurden auch Auszeichnungen und Ehrungen vom Bürgermeister und vom Kommandanten überreicht:

  • Wissenstest-Leistungsabzeichen der Jugend
  • Ehrenzeichen der Gemeinde Pfarrkirchen in Gold für Franz Waglhuber sen. und Helmut Hotz
  • Urkunde zur 70-jährigen Feuerwehrmitgliedschaft für BernhardBerger